35ste Mineralienbörse in Aue, Sachsen

7 May 2010

Nach einer langen Anreise aus England kamen Ian und ich am Nachmittag des zweiten Mai in Aue, im Herzen des Erzgebirges an. An diesem Tag konnten, wie jedes Jahr diejenigen Händler mit dem Aufbau beginnen, die einen etwas weitern Weg zurücklegen müssen, um an dieser Börse teilzunehmen.

Nachdem der Standaufbau beendet war, wurde mit den Veranstaltern, Peter und Katrin Schlegel, in kleiner Runde das 35te Jubiläum begossen.

Ian genießt sein Bier bei einem Gespräch mit Jürgen Tron.

Am Morgen des Veranstaltungstages drängten sich noch vor der Öffnung viele Besucher vor den Türen um endlich all die schönen Mineralien bestaunen und erwerben zu können.

Die 3 Hallen waren schnell gefüllt und auch wir sputeten uns auf der Suche nach Neuheiten.


Ian im Gespräch mit Professor Massaneck von der Bergakademie in Freiberg.

Neben den üblichen Verdächtigen wie Wolfgang Wendel, Marcus Grossmann und Jürgen Tron trafen wir auch neue Händler und Sammler, die ihre mitunter auch selbst gesammelten Stufen auf der Messe anboten. Die knapp 75 Aussteller waren über drei Hallen verteilt. Im hinteren Saal befand sich die Sammlerhalle, in der die Aussteller vorwiegend Eigenfunde aus der Region zum Verkauf anboten. Der Hauptsaal wartete mit alten Bekannten auf, so fanden wir dort unter anderem den Stand von Bernd Schuhmacher und Peter Langsdort aus Berlin und Potsdam, die mit einer Auswahl an heimischen und ausländischen Stufen beeindruckten.

Kräftig lila-pink, dieser Erythrin aus Marocco.

Am Stand von Gunther Zimmermann fanden wir wieder einmal eine hervoragende Auswahl an Fluoriten aus Erongo. Die Kombinationen mit schwarzem Tourmalin und der eisblauen Farbe der Aquamarine ist beeindruckend. Aber auch immer mehr Tourmalin Fluorit und Tourmalin Hyalit Kombinationen sind von dieser Fundstelle auf dem Markt zu sehen.

Bestechend in der Farbe! Aquamarin mit Tourmalin - Erongo

Am Stand von Nadine und Frank Woldert aus Bayreuth gab es alpine Neufunde zu bestaunen. Frank zwängt sich regelmäßig in der Eisfreienzeit durch enge Spalten im Fels um so an neue Rauchquartze, Fluorite und Fadenquartze zu kommen, die er dann auf verschiedenen Messen präsentiert.
Die Fundstelle Gletschhorn im Göschener Alptal, die sich im schweizer Kanton Uri befindet liegt in einem Permafrostgebiet, so dass alle Stufen aus dem Eis geborgen werden müssen. Seit 5 Jahren arbeitet Frank an dieser Fundstelle in knapp 3000 Metern Höhe. Seine letzen Funde stammen aus dem vergangenen August, wie dieses Rauchquartz-Quindel unten im Bild.

Rauchquartz Quindel (12 x 7 cm) - Gletschhorn, Katon Uri, Schweiz


Eine gute Mischung war am Stand von Marcus Grossmann zu sehen, der schon seinen nächsten Trip nach Pakistan geplant hat.


Elli Tron an ihrem Stand.
Auch Christian Weise und der Lapis Verlag hatten einen Stand in Aue und lieferten die passende Literatur für Besucher und Aussteller.


Der Veranstalter der Messe Peter Schlegel fachsimpelt mit einem der Aussteller.
Am Ende der Messe und unseres Berichts bleibt nur eines zu sagen, dass hier im Herzen des Erzgebirges diese Veranstaltung jedes Sammlerherz höher schlagen lässt. Das Angebot war vielschichtig, und neben zahlreichen heimischen Schätzen aus der Erzgebirge waren hervorragende ausländische Stufen zu finden. Für uns steht fest, das wir im nächsten Jahr wieder mit dabei sind, weil wir die Liebe zur Mineralogie mit den Menschen die wir hier in Aue getroffen haben teilen. Und alle die ihren Weg bis jetzt noch nicht nach Aue gefunden habe sollten dies auf jeden Fall in ihre Börsenplanung mit einbeziehen.

Vielen Dank das Ihr wieder reingeschaut habt und bis bald!

Author: Diana Schlegel
Categories: News & Information