61ste Freiberger Mineralienbörse

23 June 2010

Bevor David Lloyd, Wayne, Ian und ich in Ste Marie aux Mines angekommen sind, führte uns unser Weg nach Freiberg in Sachsen, der wohl bekanntesten Stadt des Silberbergbaus in Sachsen. Freiberg hat nicht nur eine mehr als 800 jährige Geschichte im Silberbergau, es beheimatet auch die Sammlung von Frau Dr. Erika Pohl, die im Schloss Freudenstein ausgestellt wird. Und wie es der Zufall wollte fand am vergangenen Wochenende auch die 61ste Mineralienbörse in Freiberg statt.
Für Wayne und David war es der erste Besuch in Freiberg und sie waren sichtlich beeindruckt, von den 3500 Stufen, die in der Terra Mineralia im Schloss ausgestellt sind. Und wir können nur jedem, der seinen Weg noch nicht nach Freiberg gefunden hat nahelegen dies schnellst möglichst zu tun.
Aber nun auf zum Messebericht:


Ian Bruce und Katrin Schlegel in Freiberg.

Die Messe wir vom Verein Freiberger Mineralienfreunde veranstaltet und dieser legt großen Wert darauf, das sich hunter den 160 Ausstellern nur ein geringer Anteil an Händler befindet, die Schmuck oder Zubehör anbieten. Die rund 2000 Besucher wissen dies zu schätzen, tummelten sich unter ihnen so kurz vor Ste Marie eine Menge internationaler Gesichter. Wie jedes Jahr wurde auch diesmal eine sehr schöne Sonderausstellung zusammen gestellt. Das Thema in diesem Jahr war Namibia, bei dem es eher darum ging die  Vielfaeltigkeiten zu zeigen.


Eine der vielen Kabinetstufen in der Sonderausstellung: Malachit Pseudomorphose nach Azurit aus Tsumeb, Namibia.

Joachim Freund einer der Mitglieder des Vereins sagte mir auch das die Aussteller zwar vorwiegend aus Europa kommen, aber auch der ein oder andere internationale Händler zu finden ist. Die meisten von Ihnen machen sich direkt nach der Börse auf den Weg nach Frankreich.
Das erste was uns ins Auge viel waren die Rutile am Stand von Miroslav Rezar aus Slowenien, Der Rauchquartz unten im Bild hat einen fast vollständigen Stern der sehr schön kräftig ist und mich sehr beeindruckte.


Eine beeindruckende Stufe ca. 15 x 10 cm.

Ein paar Meter weiter tarfen wir einen alten Bekannten Herr Gunther Zimmermann, der auf fast jeder Börse in Deutschland zu finden ist. Er zeigte neue Topase aus Ameib, Erongo in Namibia. Diese Fundstelle liefert regelmäßig neue Stufen und auch dieser Fund, der vom Dezember letzten Jahres stammt hatte seinen Reiz. Der Topas kam auch in der Kombination mit Rauchquartz vor und auch die zeitgleich gefundenen Schörl Tourmaline mit Rauchquartz weckten einiges Interesse.


Topas mit Rauchquartz - Erongo, Namibia


Diese Stufen sieht man immer haefiger: Aquamarin mit Schorl aus Erongo, Namibia.

In den Morgenstunden kurz nach der Oeffnung war es ein echter Kampf sich durch die Reihen zu bewegen und einen Blick auf alle Staende zu erhaschen. Aber schließlich landeten wir doch bei Zeb Gul aus Hadamar. Dieser hatte einen super wunderschönen sehr glänzwenden Tourmalin aus Paprok in Pakistan dabei.


Tourmalin - Paprok, Afghanistan

Dieses Stück war eine Augenweide und es viel uns schwer weiter voranzukommen. Ich blieb eine Weile und Zeb erzählte mir von den Schwierigkeiten dieser Tage neues Material aus Pakistan und Afghanistan zu bekommen.
Das Militaer ist an jeder Ecke present und von ehemals 200 Minen sind noch 10 bis 20 in betrieb. Nach Entlassung naherzu aller Zulieferer erhalten nur noch sehr wenige eine Lizenz zum Abbbau, zudem sind die Kosten fuer Tranzport und Material erxtrem gestiegen.


Zeb Gul an seinem Stand.

Dennoch zeigte er mir ein anderes sehr schönes Stueck, das es in dieser Kombination noch nicht gegeben hat. Morganit, mit grünem Tourmalin, auf Calcit, Feldspat und Quartz von Paprok in Pakistan.


Morganit mit gruenem Tourmalin auf Calcite, Feldspat und Quartz ebenfall aus Paprok, Afghanistan.

Die letzten Bilder stammen von Micheal Ochls Dioptasen aus der Kaovelt Mine in der Kumene Region in Namibia, die dieses Jahr im März gefunden wurden. Die Kristalle wurden bis 2 cm Länge gefunden und kamen auch in der Kombination mit Wulfenit und Shattukit.


Dioptas - Koavel Mine, Namibia

Das Börsenprogramm wurde von von den passenden Buchverlagen abgerundet uns so waren sowohl der Lapis Verlag aus München, als auch der Bode Verlag aus Haltern auf der Veranstaltung in Freiberg zu finden.
Wir waren von der internationalen Präsens von Ausstellern und Besuchern in Freiberg sehr beeindruckt und die Hingabe zu Mineralien erinnerte uns sehr an das Gefühl, was wir haben, wenn wir in Bakewell und Haywards Heath zu Gast sind. Im nächsten Jahr werden wir wieder mit dabei sein, um die Silberstadt Freiberg mit ihren alten und neuen Schätzen zu besuchen

Wir melden uns bald zurueck mit unserm ersten Bericht aus Ste. Marie, bis bald.

Author: Diana Schlegel
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